Jan-Christoph Oetjen: „Europa muss mehr tun, um den Aal vor dem Aussterben zu retten!“
Hannover. Der Landwirtschaftsexperte der FDP-Fraktion, Jan-Christoph Oetjen, fordert mehr Maßnahmen, um den Aal vor dem Aussterben zu retten. Oetjen sagt: „Es ist fünf vor zwölf - die Aalbestände sinken dramatisch. Ich sorge mich, dass es bald keinen Aal mehr in unseren heimischen Flüssen gibt".
Viele Maßnahmen liefen laut Oetjen bisher ins Leere. Die Aalbestände ließen sich weder aus einer natürlichen Zu- und Abwanderung wiederherstellen, noch könne eine Nachzucht in Fischfarmen den alten Aalbestand zahlenmäßig sichern. Oetjen hat nun eine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Der Landwirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion möchte unter anderem wissen, wie die Landesregierung die bisherigen Maßnahmen in Bezug auf die Bestandssicherung beurteilt. Zudem stellt er die Frage, wie sich die Menge beim Glasaal in den vergangenen fünf Jahren entwickelt hat und ob die aktuelle Individuendichte überhaupt noch ausreicht, um den Bestand dauerhaft zu erhalten.
Oetjen sieht auch die Europäische Union in der Pflicht. Er sagt: „Wir haben den Eindruck, dass auf europäischer Ebene nicht genug getan wird, um die Aalbestände zu schützen." Es handle sich schließlich um eine der wenigen Fischarten, die in das Washingtoner Artenschutzabkommen aufgenommen wurden. Die Frage müsse jetzt lauten: Wie sieht eine funktionierende europäische Strategie aus, um den Aal in unseren Gewässern zu erhalten?
veröffentlicht am 29. Januar 2010
