Björn Försterling: Individuelle Lösungen statt Einheitsschule – Behinderte Kinder vielfältig fördern

Hannover. Der FDP-Bildungsexperte Björn Försterling setzt beim gemeinsamen Schulunterricht von behinderten und nichtbehinderten Kindern auf individuelle Lösungen. Försterling sagt: „Beim Thema Inklusion sollte es vor allem um die Kinder gehen und nicht um Debatten über Strukturen und Aktionspläne. Jedes Kind hat ein Anrecht auf angemessene individuelle Förderung!"
Für den Bildungspolitischen Sprecher der FDP-Fraktion ist klar: Nur ein vielfältiges Schulsystem bietet gerechte Lernumgebungen für alle Kinder im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention. „Manche Kinder profitieren von einer integrativen Beschulung, für andere bieten spezielle Förderschulen die besseren Möglichkeiten." Försterling weist auch daraufhin, dass viele Eltern die geschützte Umgebung einer Förderschule für ihr Kind wünschen. Daher wäre eine Ausdünnung der Förderschulen kontraproduktiv, zumal damit auch die Schulwege für die Betroffenen länger würden.
Försterling meint zudem, dass die Entscheidungen der Landesschulbehörde für Eltern transparenter werden müssen, wenn es um die Lernumgebung ihrer Kinder geht. Dabei dürften Entscheidungen nicht nur von äußeren Zwängen abhängig gemacht werden. Auch die Kommunen seien in der Pflicht, Schulen behindertengerecht auszugestalten.
 

veröffentlicht am 4. Februar 2010

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