FDP-Umweltpolitiker in Petkum zu Gast
Der umweltpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Christian Dürr, besuchte auf Einladung von Erich Bolinius zusammen mit seinem Landtagskollegen Roland Riese und dem Auricher FDP-Kreisverbandsvorsitzenden Rainer Feldmann, den Außendeichsbereich in Petkum.
Erich Bolinius zeigte seinen liberalen Parteikollegen vom Siel aus die nach seiner Ansicht kritischen Punkte in diesem Bereich. Als erste Maßnahme muss nach Ansicht von Bolinius der Deich von Gandersum bis Borssum - aufgrund der höher auflaufenden Sturmfluten bedingt durch das Emssperrwerk - um rund 1 Meter schnellstens erhöht werden. Die Mittel in Höhe von rd. 14 Millionen Euro sollten, wie vor der Wahl versprochen, sofort zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.
Da bei der Erhöhung auch ein neuer Teekabfuhrweg gebaut werden muss, sollte dieser zwar am Deichfuß, jedoch nicht in der Schutzzone liegen, meint der Emder Fraktionschef. Hier müssten Änderungen der Grenzzonen erfolgen, damit Fußgänger und Radfahrer diese ganzjährig nutzen können.
Genau wie alle Häfen an der Ems, hat auch Petkum mit dem Schlick durch die ständigen Baggerungen in der Ems zu kämpfen. Die Fähre Ditzum : Petkum (im Volksmund FDP genannt) habe manchmal Schwierigkeiten bei völliger Ebbe in den Petkumer Hafen einzulaufen, erklärte Bolinius.
Dass der westlich von der Muhde gelegene Heller seit einigen Jahren wegen der Herausnahme der Siele aus dem Sommerdeich überschlickt werde, sei eine gravierender Fehler der Naturschutzbehörden des Landes gewesen, so Bolinius. Hunderte von Wiesenvögeln - insbesondere Kiebitze - seien dadurch Brutplätze genommen worden. Auf der östlichen Seite der Muhde, wo früher Rinder weideten, ist das ganze Gebiet völlig verschilft. Da dieses Gebiet im Besitz der Naturschutzbehörden sei, sollte hier eine Lockerung erfolgen. Entweder, so Bolinius, sollte man im Sommer wieder eine Beweidun vornehmen oder Mähen. Dadurch könnten enorme Mengen an Teek (Treibsel) und somit Kosten der Beseitigung vermieden werden.
Christian Dürr sagte zu, sich im Umweltministerium um diese Angelegenheiten zu kümmern und Minister Hans-Heinrich Sander um einen erneuten Besuch in naher Zukunft in Petkum zu bitten.
veröffentlicht am 17. April 2008
