Dürr: SPD und CDU sollten einen Gang zurückschalten!
Ganderkesee. Im Streit zwischen SPD und CDU um die Zukunft des Jugendhofs Steinkimmen hat sich jetzt der Ganderkeseer FDP-Landtagsabgeordnete Christian Dürr eingeschaltet: Ich führe seit Wochen in Hannover sehr konstruktive Gespräche. Ein Projektantrag des Jugendhofs ist auf dem Weg ins Ministerium. Es ärgert mich maßlos mit welchem Gockelverhalten SPD und CDU derzeit in der Öffentlichkeit aufeinander losgehen. Beide angeblich großen Parteien sollten jetzt einmal wahre Größe zeigen und die Sache konstruktiv begleiten.
Das Verhalten von SPD und CDU gleichermaßen ist für die Politik kein Ruhmesblatt. Anstatt sich öffentlich gegenseitig Vorwürfe zu machen und den Jugendhof für den Kommunalwahlkampf zu missbrauchen, würde ich mich und sicherlich auch der Jugendhof über eine sachliche Unterstützung freuen. Das Sozialministerium hat deutlich gemacht, dass es am Jugendhof Steinkimmen interessiert ist. Gleichwohl muss eine zukünftige Projektförderung mit dem Ziel verbunden sein, dass der Jugendhof mittelfristig auf eigenen Füßen steht. Die Verantwortlichen für die Einrichtung geben sich sehr große Mühe das hinzubekommen. Dass das bei der Jugendbildungsstätte auf Juist mit der erheblichen Zustiftung durch Airbus leichter möglich war, steht auf einem ganz anderen Blatt, so Dürr.
Ich habe mich im Rahmen der Haushaltsberatungen gemeinsam mit meiner Fraktion sehr für den Jugendhof eingesetzt und es hat sich eine neue Chance für die Einrichtung ergeben. Ich habe es dann aber bewusst vermieden täglich Wasserstandsmeldungen durchzugeben um die Sache nicht zu gefährden. Ich will keinen Hehl daraus machen, dass es nicht ganz einfach ist für den Jugendhof eine Projektförderung hinzubekommen. Das Engagement der Verantwortlichen im Jugendhof und des Insolvenzverwalters sowie die sehr konstruktive Haltung des Sozialministeriums bieten aber eine reelle Chance auf eine Förderung durch das Land. SPD und CDU sollten jetzt einen Gang zurückschalten und sich nicht gegenseitig mit Vorwürfen überziehen und damit die Sache gefährden. Diese Uneinigkeit kommt in Hannover einfach nicht gut an. Ich lade beide Parteien ein gemeinsam und vor allem sachlich das Ganze zu begleiten, unterstrich Christian Dürr.
veröffentlicht am 10. Februar 2006
