Dürr: Die Welse wird mit 30.000 vom Land gefördert
Landkreis Oldenburg. Auch im Jahr 2005 werden in Niedersachsen drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um Gewässer wieder in einen naturnahen Zustand zurück zu versetzen. Dies teilte der hiesige FDP-Landtagsabgeordnete CHRISTIAN DÜRR heute mit. An mehr als 20 Gewässern wird dieses Jahr daran gearbeitet, dass Stauanlagen und Wehre für Wanderfischarten wie beispielsweise den Lachs wieder durchgängig gemacht werden. Ich bin sehr froh, dass wir trotz knapper öffentlicher Kassen auch in diesem Jahr die Renaturierung von Gewässern vorantreiben können. Um wandernde Fischarten wieder vermehrt bei uns zu haben ist es gut, dass wir ihnen nach und nach die verbliebenen Barrieren aus dem Weg räumen", erläuterte Dürr.
Von den Mitteln, die das Umweltministerium für die naturnahe Gewässergestaltung zur Verfügung stellt, fließen 30.000 an den Ochtum Verband. Von diesem Geld soll der Einbau von Sohlgleiten und Kiesbecken in der Welse finanziert werden.
Über 1,3 Millionen der insgesamt 3 Millionen Euro für die naturnahe Gewässergestaltung stammen aus EU-Mitteln. Diese würden durch Gelder aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" ergänzt. Die Gemeinschaftsaufgabe wird zu 60 Prozent vom Bund und zu 40 Prozent vom Land aus der Wasserentnahmegebühr finanziert, so Dürr. Auch die beteiligten Kommunen sowie die Unterhaltungsverbände als Träger der Projekte tragen mit häufig erheblichen Mitteln zur Finanzierung der Renaturierungen bei.
Insgesamt werden Altarme von Flüssen geöffnet, einzelne, wertvolle Gewässerrandstreifen angekauft und die Gewässerstrukturen naturnah zurückgebaut. Hierzu zählen zum Beispiel die Wiederherstellung von naturnahen Gewässerschleifen (Mäandern), oder auch die Einbringung von Kiesbänken, um Laichplätze für Fische zu schaffen. Das Projekt an der Welse ist ein Beispiel dafür.
veröffentlicht am 24. Mai 2005
