Dürr zieht Fazit nach Anhörung im Landtag
E.ON meldet Ganderkesee St. Hülfe als Projekt bei der EU an
Hannover/Landkreis Oldenburg. Die E.ON hat erkannt, dass sie die Interessen der Menschen vor Ort berücksichtigen muss. Sie hat die Trasse Ganderkesee St. Hülfe als TEN-Projekt (Transeuropäische Netze) bei der EU angemeldet. Dieses Fazit zog der Ganderkeseer Landtagsabgeordnete Christian Dürr nach der gestrigen Anhörung im Niedersächsischen Landtag. In welcher Höhe es von der Europäischen Union Mittel für ein Pilotprojekt gibt, ist indes noch fraglich.
Dürr begrüßte, dass in der Anhörung auch die Bürgerinitiative Vorsicht Hochspannung zu Wort kam. Wir nehmen die Probleme der Menschen vor Ort ernst. Wir wollen gemeinsam eine Lösung für den Netzausbau finden, die die betroffenen Bürger möglichst wenig beeinträchtigt.
In Zukunft benötigen wir in Deutschland eine bessere Abstimmung zwischen geplantem Ausbau von Windenergie an Land und auf See und dem für den Abtransport des anfallenden Stroms nötigen Netzausbau. so der Umwelt- und Energiepolitscher Sprecher der FDP-Landtagsfraktion weiter. Es herrscht noch immer und trotz der Dena-Studie Unklarheit darüber, wann und wie viel Windstrom aus Offshore- und Onshoreanlagen zum Abtransport anfallen wird.
Die zeitliche Beschränkung der Dena-Studie bis zum Jahr 2015 soll die Wahrheit über die Folgen des Ausbaus der Windenenergie an Land und auf See vertuschen, so Dürr. Die Beschränkung bis 2015 ist von Herrn Trittin politisch gewollt. Was wir brauchen, ist eine Planungsgrundlage, die weit über den in der Dena-Studie behandelten Zeitraum hinausgeht.
Wieder einmal werde hier das offensichtliche Scheitern rot-grüner Energiepolitik deutlich. Die energiepolitischen Steuerungsinstrumente der Bundesregierung, wie die Einspeisevergütung zum Ausbau der erneuerbaren Energien, greifen nicht. Schon der Ansatz ist falsch, unterstrich Dürr und bekräftigte noch einmal die FDP-Forderung nach marktwirtschaftlichen Steuerungsinstrumenten, wie der Mengensteuerung, im Sektor der erneuerbaren Energien. Die erneuerbaren Energien müssen sich im Wettbewerb untereinander behaupten.
Für das konkrete Projekt Ganderkesee/St. Hülfe erwarten wir jetzt mit Spannung das gemeinsame Gutachten von Prof. Oswaldt und dem ForWind-Institut. In diesem von der Landesregierung in Auftrag gegebenen Gutachten sollen vor allem die Kostenaspekte der verschiedenen Alternativen des Netzausbaus beleuchtet werden.
veröffentlicht am 24. Mai 2005
