Dürr: E.ON zeigt sich dialogbereit

Hannover/Landkreis Oldenburg. Nach einem Gespräch mit Vertretern der Firma E.ON Netz GmbH am heutigen Dienstag in Hannover äußerte sich der Ganderkeseer Landtagsabgeordnete Christian Dürr zuversichtlich über die zukünftige Zusammenarbeit.

„Meines Erachtens kann es für das Projekt Ganderkesee – St. Hülfe nur eine Lösung mit der E.ON geben und nicht gegen sie. Die rechtlichen Rahmenbedingungen auf Bundesebene lassen es schlicht nicht zu, die Firma zu einer Erdverkabelung zu zwingen. Die Haltung einiger Politiker ist daher ziemlich scheinheilig. Einerseits stimmen sie in Berlin dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) und anderen Gesetzen zu, die einem Erdkabel entgegenstehen. Andererseits fordern sie vor Ort das Erdkabel“, meint Dürr.

Die E.ON Netz habe in dem Gespräch deutlich gemacht, dass sie keine Variante für die Ausführung der Trasse von vornherein ablehnt. Auch nicht die Erdverkabelung. Allerdings müsse die Kostenfrage geklärt werden. Gerade auf diese Frage solle das von der Landesregierung in Auftrag gegebene Gutachten eine Antwort geben. Das Ergebnis wird für Ende Sommer erwartet.

Bei der Finanzierung eines Pilotprojekts für ein Erdkabel sei auch die Windenergiebranche in der Pflicht, so Dürr. „Die Höchstspannungsleitung wird wegen der bereits installierten Windenergieleistung an Land notwendig. An einem möglichen Pilotprojekt für ein Erdkabel muss sich daher auch diese Branche beteiligen. Es kann nicht sein, dass die Windbranche zwar von der hohen Einspeisevergütung profitiert, bei den Lasten der Windenergie aber gar keinen Beitrag leistet“ unterstrich Christian Dürr.

veröffentlicht am 17. Mai 2005

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