Dürr: Biergärten an 18 Tagen länger öffnen
Delmenhorst / Landkreis Oldenburg. Spätestens zur Fußballweltmeisterschaft 2006 können die Biergärten in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg auch nach 22 Uhr noch geöffnet haben. Dies geht an 18 Abenden im Jahr ohne Formalien und Extra-Genehmigungen. Das ist jetzt in einem neuen Erlass eindeutig geregelt worden. Das hat heute der FDP-Landtagsabgeordnete Christian Dürr angekündigt.
Wirtschaftsminister Walter Hirche und Umweltminister Hans-Heinrich Sander hätten heute in einem Erlass klargestellt, dass die Behörden in Niedersachen keine Riegel vorschieben sollen, wenn Gastwirte von der 18-Tage-Regelung Gebrauch machen.
Aufgrund der Lärmschutzvorschriften sind unabhängig von der Lage längere Öffnungszeiten zugelassen, sofern bestimmte Lärmwerte nicht überschritten werden, erläuterte Dürr. Der Immissionsrichtwert liege bei 55 dB (A) für die Nachtzeit. Die genannten Einschränkungen stellten einen angemessenen Ausgleich zwischen den Wünschen der Wirte und ihrer Gäste auf der einen und dem Ruhebedürfnis der Menschen in der Nachbarschaft auf der anderen Seite dar.
Nach bisheriger Verwaltungspraxis werde eine Außenbewirtschaftung nach 22 Uhr meist nur im Ausnahmefall gestattet, zum Beispiel wenn das Lokal nicht in unmittelbarer Nähe einer Wohnbebauung liege, erläuterte Christian Dürr.
Und weiter: Damit die Biergärten im Sommer wochentags bis 2 Uhr und am Wochenende bis 3 Uhr morgens öffnen können, bedarf es keines zusätzlichen Genehmigungsverfahrens und es fallen auch keine weiteren Kosten an.
Das Motto der Fußballweltmeisterschaft heiße Zu Gast bei Freunden. Das schließt auch mit ein, dass sich die Gäste aus aller Welt bei uns wohl fühlen und dieses Großereignis mit uns feiern können, betonte Christian Dürr. Die Biergärten könnten aber natürlich auch schon in diesem Sommer an schönen Abenden länger als bis 22 Uhr öffnen.
veröffentlicht am 22. April 2005
