Dürr: Private Müllentsorger besser für die Zukunft gerüstet

Hannover. Die Techniken für die Entsorgung und Weiterverarbeitung von Müll werden immer anspruchsvoller. "Diesen hohen Anforderungen in punkto Umweltschutz und Energiegewinnung sind privatwirtschaftliche Unternehmen oft besser gewachsen als kommunale Betriebe" sagte heute der umweltpolitische Sprecher der FDP-Landtagfraktion, Christian Dürr. Dies bestätigten mehrere Experten auf der heutigen Anhörung des Umweltausschusses zum Thema Abfallwirtschaft.

Dürr erläuterte: "Ziel muss es sein, den Hausmüll in Deutschland bis 2020 vollständig und umweltverträglich zu verwerten - und das bei möglichst niedrigen Gebühren." Der Unternehmerverband ebenso wie die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) seien sich beispielsweise in ihren Stellungnahmen einig, dass die Abfallentsorgung aus privater Hand dieses Ziel besser und schneller erreichen könne als kommunale Betriebe. So argumentiere die IG BCE: "Es ist davon auszugehen, dass solche Verfahren vom Grundsatz her eher industriellen Charakter aufweisen, als klassischen Aufgabenstellungen öffentlich rechtlicher Betriebe zu entsprechen." Auch der Unternehmerverband erwarte durch marktwirtschaftliche Strukturen in der Abfallentsorgung "Verbesserungen der Technologie", die "durch eine effektivere und zukunftsfähigere Abfallentsorgung einen hohen Nutzen für die Umwelt versprechen."

Ebenso spiele die Höhe der Gebühren eine entscheidende Rolle, sagte Dürr. "3000 Unternehmen stehen in Deutschland auf dem Gebiet der Entsorgung von privaten und gewerblichen Abfällen miteinander im Wettbewerb. Der Konkurrenzkampf sorgt für faire Preise."

veröffentlicht am 7. März 2005

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