Dürr: Sichere Deiche auch im Sinne des Naturschutzes

Hannover. „Der Schutz der niedersächsischen Küste ist eine der wichtigsten Aufgaben des Landes. Deswegen müssen wir in Zeiten knapper öffentlicher Kassen versuchen, mit den vorhandenen Mitteln so weit wie möglich zu kommen.“ Mit diesen Worten reagierte heute der umweltpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Christian Dürr, auf die Äußerungen von Hans-Dieter Haase (SPD). „Sichere Deiche sind nicht nur lebenswichtig für die Menschen, sondern auch im Sinne des Naturschutzes“, sagte Dürr.

Ohne Zweifel stehe die Regierungskoalition und ihr Umweltminister zum Nationalpark Wattenmeer. Sie strebe sogar an, den Nationalpark als Weltkulturerbe der UNESCO zu melden.

„Angesichts der Haushaltslage sind wir aber geradezu in der Pflicht, uns dafür stark zu machen, mit den vorhandenen Mitteln ein Optimum an Küstenschutz zu erzielen“, so der Umwelt-Experte. Dazu gehöre auch, dass wenig sinnvolle Regelungen auf den Prüfstand kämen. „So ist es zum Beispiel nicht verständlich, warum die Wiederaufschüttung einer weggebrochenen Düne wie ein Neubau behandelt wird, für den man noch zusätzlich Ausgleichsmaßnahmen im Naturschutz durchführen muss. Wenn Regeln wie diese geändert werden, könnte man das gesparte Geld direkt in einen noch besseren Küstenschutz stecken“, erläuterte Dürr. Auch dürfe es kein Tabu sein, darüber nachzudenken, Klei zum Deichbau an geeigneten Stellen aus dem Vorland zu entnehmen, wenn dadurch Kosten gespart würden und die Belastung der Menschen im Binnenland durch Bauverkehre zurückgehe, so Dürr.

veröffentlicht am 1. März 2005

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