Dürr: Änderung beim FFH-Gebiet Mittlere Delme

Ganderkesee. Bei der geplanten Ausweisung des FFH-Gebiets an der Delme wird es zu Änderungen kommen. „Das Niedersächsische Umweltministerium hat mir mitgeteilt, dass neben einem 12 Hektar großen Maisacker weitere Flächen in der Größe von über 20 Hektar herausgenommen werden können. Ich bin froh, dass die Landwirte beim Beteiligungsverfahren mitgemacht haben. Es hat sich gezeigt, dass das Know-How von vor Ort benötigt worden ist“, so der Ganderkeseer FDP-Landtagsabgeordnete Christian Dürr, der zugleich Umweltpolitischer Sprecher seiner Fraktion ist.

Umweltminister Sander hatte sich vor einiger Zeit bei einem Termin vor Ort über die Sachlage informiert. Dabei hatte der Minister noch einmal betont, dass man die Hinweise der Landwirte gerne aufnehme. „Schließlich kennen die Landwirte ihre Flächen und auch den naturschutzfachlichen Wert am besten“, ergänzt Dürr.

„Es ist deutlich geworden, dass das durchgeführte Beteiligungsverfahren, in dem die Betroffenen um ihre Einschätzung zu den Gebietsvorschlägen des Landes gebeten wurden, funktioniert hat. Auch wenn dies ein Kompromiss ist, so bin ich sehr froh, dass die Landwirte konstruktiv mitgemacht haben“, so Dürr weiter.

Wichtig für die Landwirtschaft sei, dass auch bei dem Teil, der jetzt gemeldet werden soll, bestehende Nutzungsgenehmigungen erhalten blieben. „FFH ist nicht gleich Naturschutz. Schließlich hat die jetzige Art und Weise der Nutzung durch die Landwirte entscheidend dazu beigetragen, dass seltene Arten in diesem Gebiet überhaupt vorkommen“, sagt Christian Dürr.

Die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU sieht eine Meldung entsprechender Gebiete an die Europäische Kommission vor. Aufgrund von Meldedefiziten ist gegen Deutschland eine Bußgeld verhängt worden, was mit der Auflage der Nachmeldung von FFH-Gebieten zunächst ausgesetzt wurde. Wären die Bundesländer dieser Aufforderung nicht nachgekommen, so wären auf den Steuerzahler Kosten in Millionenhöhe zugekommen.

Am kommenden Dienstag wird das Landeskabinett über die aus Niedersachsen zu meldenden Gebiete endgültig entscheiden. „Es wird so kommen, dass die knapp 35 Hektar raus sind. Weitere Änderungen wird es aber nicht geben“, so Dürr.

veröffentlicht am 8. November 2004

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