Christian Dürr: Radwege künftig günstiger und schneller bauen

Landkreis Oldenburg. Eine Chance auch für den Landkreis Oldenburg sieht der hiesige FDP-Landtagsabgeordnete Christian Dürr im neuen Radwege-Erlass der Landesregierung. „Schneller und preisgünstiger können in Niedersachsen zukünftig Radwege gebaut werden, wenn sie an einer bereits vorhandenen Straße entlangführen“, fasste er die Auswirkungen zusammen. „Gerade in unserer Region, wo sich im Laufe der letzten Jahre der Fahrradtourismus mehr und mehr entwickelt hat, bietet sich hier die Möglichkeit, diesen weiter auszubauen um den Besuchern die schönen Ecken der Region noch stärker präsentieren zu können. Auch der Aspekt der Sicherheit im Straßenverkehr wird dadurch noch weiter gestärkt “, so Dürr weiter.

Der Hintergrund: In Zukunft kann die Straßenbaubehörde bei der Planung dieser Radwege auf komplizierte und aufwendige Gutachten, Planfeststellungsverfahren und Umweltverträglichkeitsprü­fungen verzichten und sich statt dessen einfach an die Gesetzeslage halten. Christian Dürr, ebenfalls Umweltpolitischer Sprecher seiner Fraktion, erläuterte: „Hier geht es nicht darum, das bestehende Naturschutzrecht auszuhebeln. Stattdessen soll Rechtssicherheit beim Bau von Radwegen vermittelt werden, die parallel zu bereits bestehenden Straßen geplant sind.“

Dürr betonte: „Neue Radwege müssen nicht geplant werden wie ein Industriegebiet oder eine Autobahn.“ Selbstverständlich müsse aber auch in Zukunft beim Radwegebau die Natur soweit wie möglich geschont werden. Dennoch sorge der Erlass dafür, dass zukünftig die Straßenbaubehörde schneller und unbürokratischer über den Bau neuer Radwege entscheiden kann. „Dauerte es bislang durchschnittlich zehn Jahre vom Antrag eines Radwegs bis zur Fertigstellung desselben, so rechnen wir zukünftig mit fünf Jahren.“ Dies sei ein weiterer Schritt zur Entbürokratisierung.

veröffentlicht am 26. Februar 2004

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