Windkraftanlagen auf Abstand
Hannover/LK Oldenburg. Windenergieanlagen sollen zukünftig 1000 Meter Abstand zu Gebieten mit Wohnbebauung haben. FDP und CDU haben sich auf Arbeitsebene bereits darauf geeinigt, die Landesregierung möge diese Regelung als Empfehlung herausgeben, berichtete der umweltpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, CHRISTIAN DÜRR, aus Ganderkesee am Mittwoch nach einer Sitzung des Umweltausschusses.
Bislang sei der Abstand zwischen Häusern und Windenergieanlagen oft zu gering. Im ländlichen Raum wie dem Landkreis Oldenburg beeinträchtigen die vielen Windkraftanlagen mittlerweile deutlich die Lebensqualität der Menschen, sagte DÜRR. Lärmbelästigung, das veränderte Landschaftsbild und der Disko-Effekt hätten dazu beigetragen, dass die Akzeptanz der Windkraft und vor allem zusätzlicher Standorte in der Bevölkerung in den vergangenen Jahren sehr schnell gesunken ist. Ein verantwortlicher Ansatz bei der Genehmigung neuer Windenergieanlagen, der die Interessen der Menschen vor Ort berücksichtige, sei jetzt entscheidend. Denn: Die Windenergie ist nicht nur im Sinne des Klimaschutzes bedeutend, sie stellt auch einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor in Niedersachsen dar, der tausende Arbeitsplätze sichert. DÜRR weiter: Jetzt sind die Kommunen am Zug, die Abstände für Windenergieanlagen ausreichend zu bemessen.
veröffentlicht am 13. November 2003
