Christian Dürr: „Immer mehr Biogasanlagen sorgen für ein Flächenproblem bei uns in Niedersachsen!“
Hannover. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz bereitet vielen Landwirten in Niedersachsen zunehmend Probleme. Darauf hat der FDP-Fraktionsvorsitzende Christian Dürr im Niedersächsischen Landtag aufmerksam gemacht. „Auf immer mehr Flächen wächst Mais für die Biogasanlagen. Allein im Landkreis Cloppenburg sind es fast 15.000 Hektar. Wir bekommen in Niedersachsen damit ein Flächenproblem!"
Dürr kritisierte, die Pachtpreise für Ackerflächen seien teilweise in die Höhe geschossen, zum Beispiel im Bereich Weser-Ems. „Das ist ein Problem für die Landwirte. Denn durch die hohen Pachtpreise lohnt sich die Landwirtschaft irgendwann nicht mehr", sagte Dürr. Die Landwirte arbeiteten erfolgreich am Weltmarkt. Sie sollten Dürr zufolge nicht ans Gängelband der Politik gelegt werden.
Der FDP-Fraktionsvorsitzende forderte im Landtag eine Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Man müsse das rot-grüne Gesetz wieder "vom Kopf auf die Füße stellen". Sein Fazit: "Für die Energie-Leistung der drei niedersächsischen Kernkraftwerke bräuchten wir 12.000 Biogasanlagen im Land. Und dafür müsste man auf 97 Prozent der Ackerflächen Niedersachsens Mais für diese Anlagen anbauen. Diese Rechnung macht deutlich: Wir brauchen hier eine Richtungsänderung."
veröffentlicht am 8. September 2010
