Christian Dürr und Björn Försterling: Bessere Chancen für alle – Gymnasium und Niedersachsenschule sorgen für mehr Durchlässigkeit

Hannover. In Niedersachsen sollen alle Schüler eine bessere Chance auf das Abitur am Ende ihrer Schullaufbahn bekommen. Das hat FDP-Fraktionschef Christian Dürr bei der Präsentation eines Schulstrukturmodells der Fraktion deutlich gemacht. Dürr will das Modell als Diskussionsbeitrag in der aktuellen Schuldebatte verstanden wissen.
 „Ziel unseres Modells ist es, das Gymnasium zu stärken. Gleichzeitig wollen wir mit unserem Vorschlag einer Niedersachsenschule für mehr Durchlässigkeit sorgen", sagte Dürr. Entscheidend in der Diskussion sei am Ende die Qualität in den Schulen, nicht allein deren Struktur.
Für den bildungspolitischen Sprecher der FDP-Fraktion Björn Försterling besteht durch den demographischen Wandel Handlungsbedarf an den Schulen. „Wir erwarten in einigen Regionen einen Schülerrückgang von bis zu 40 Prozent. Auf solche Prognosen muss sich das Bildungssystem einstellen." Försterlings Ziel: Eine Schülergeneration ohne Strukturreformen.
Das Modell der FDP-Fraktion sieht bei weiterführenden Schulen für Umwandlungen und Neugründungen ein Zwei-Säulen-Modell vor: Die Niedersachsen-Schule (NDS) und das Gymnasium. In der NDS wird zu Beginn gemeinsamer und leistungsdifferenzierter Unterricht angeboten. Nach der sechsten Klasse findet eine weitere Differenzierung statt, die sich auf die Leistungen bezieht. Die Profilierungsphase in der 9. und 10. Klasse, die bereits in Haupt- und Realschule erfolgreich eingeführt wurde, soll in die NDS integriert werden. Am Ende kann neben einem mittleren Bildungsabschluss ein Abitur nach 12 oder 13 Jahren gemacht werden. Beim Gymnasium bleibt es unverändert bei einem Abitur nach 12 Jahren. Für Försterling ist entscheidend, dass es beim Prinzip ‚Verantwortung vor Ort‘ bleibt. „Wir wollen weiterhin die größtmögliche Freiheit für die Schulträger", sagt der FDP-Bildungsexperte.
Christian Dürr meint: „Wir hoffen, dass am Ende der Diskussion die jahrelangen Debatten über die Schulstruktur ein Ende haben. Wir wollen den Schulfrieden in Niedersachsen."
 
 

veröffentlicht am 14. September 2010

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