Christian Dürr: „Die Grünen stehen nicht an der Spitze der Bewegung. Aber immer schön da, wo die Kameras sind!“

Hannover. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Christian Dürr wundert sich über das Verhalten grüner und linker Politiker bei den Demonstrationen rund um den Castor-Transport. „2001 hat Jürgen Trittin dazu aufgerufen, auf Demonstrationen zu verzichten. In diesen Tagen mischen sich grüne Politiker wieder unter die Demonstranten. Sie stehen zwar nicht an der Spitze der Bewegung, aber immer schön da, wo die Kameras sind. Glaubwürdigkeit geht anders."
„Vorsicht vor falschen Freunden", sagt Dürr an die Adresse der Castor-Gegner. „Wer Claudia Roth während der Sitzblockade neben sich trifft, kann sie gleich einmal nach der Energiepolitik in Zeiten der rot-grünen Bundesregierung fragen. Warum wurde unter einem grünen Umweltminister nicht nach einem sicheren Endlager gesucht, sondern das Thema mittels eines Moratoriums auf die lange Bank geschoben?" Die Teilnahme an den Protesten mit der Laufzeitverlängerung zu begründen, sei ebenso absurd. Zum einen handele es sich ja nicht um „neue" radioaktive Abfälle. Zum anderen gebe es vertragliche Verpflichtungen, die zudem noch in den Zeiten der rot-grünen Bundesregierung ausgehandelt worden seien.
Der Vorsitzende der FDP-Fraktion ist davon überzeugt, dass viele Demonstranten im Wendland das Anbiedern grüner und linker Politiker durchschaut haben. „Die grünen Politiker auf dem Traktor im Wendland wirken eher peinlich."

veröffentlicht am 8. November 2010

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