Fraktionsvorsitzender Christian Dürr (FDP): „Kürzungen bei den Biogasanlagen sind richtig – wir müssen nachsteuern.“
Ganderkesee/Hannover: Der FDP-Fraktionsvorsitzende im Niedersächsischen Landtag, Christian Dürr, begrüßt die geplanten Kürzungen bei Biogasanlagen. Dürr sagt: „Die Bundesratsinitiative des Landesumweltministers ist mehr als sinnvoll. Wir müssen jetzt nachsteuern, weil die Nachteile inzwischen deutlich sichtbar sind.“ Wenn der Bundesrat der Änderung zustimmen würde, wäre das auch eine erhebliche Erleichterung für den Landkreis Oldenburg, meint Dürr.
Die so genannte „Vermaisung der Landschaft“ werde immer augenfälliger. „Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Gesamt-Maisanbaufläche in Niedersachsen um 60.000 ha erhöht. Auf mehr als einem Drittel der Maisanbaufläche wird Mais für die Biogasanlagen angebaut“, sagt
Dürr; „dieses Wachstum geht zu Lasten vieler anderer Landwirte. Zum Beispiel seien die Pachtpreise teilweise massiv gestiegen.“
Es sei jetzt an der Zeit, das erneuerbare EnergieGesetz (EEG) anzupassen. Dürr meint: „Es ist richtig, die meisten Boni jetzt abzuschaffen und die Grundvergütung zu kürzen. Außerdem sollte die Begrenzung privilegierter Anlagen auf 0,15 MW abgesenkt werden.“ Gleichzeitig sei aber auch klar: Bestehende Anlagen müssten Bestandsschutz haben.
veröffentlicht am 10. November 2010
